Archiv der Kategorie: Buchempfehlung

Game Over – Wohlstand für wenige, Demokratie für niemand, Nationalismus für alle – und dann?

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Hans-Peter Martin, langjähriger „Spiegel“-Korrespondent und unabhängiger EU-Parlamentarier, zählt zu den erfolgreichsten Sachbuchautoren. Seine Bücher, etwa „Die Globalisierungsfalle“ (mit Harald Schumann) und „Bittere Pillen“, verkauften mehr als 7 Millionen Exemplare, sie wurden in 28 Sprachen übersetzt. Martin lebt in Lech am Arlberg, mit regelmäßigen Aufenthalten in New York, London und Berlin.

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Penguin Verlag (24. September 2018)
  • ISBN-10: 9783328600237
  • Euro: 24.-

Zwei Jahrzehnte nach den so zutreffenden Prognosen seines Weltbestsellers (Die Globalisierungsfalle) liefert Hans-Peter Martin eine ebenso brisante Analyse: Der Systemcrash findet statt. Robotik und die Digitalisierung werden die bestehende, enorme gesellschaftliche Ungleichheit noch verstärken, selbst im Westen wenden sich nicht nur breite Bevölkerungskreise, sondern auch die Elite von der Demokratie ab. Die Finanzkrise brodelt weiter, Handelskriege drohen, der Klimawandel zeigt seine extremen Gesichter, China auch. Populisten und autoritäre Regime werden die private Datenflut jedes Bürgers nutzen, um ihre Macht zu festigen. Auch Deutschland ist keine Insel der Seligen mehr. Der neue Nationalismus gilt als Heilsbringer, doch er mündet in eine Kriegsspirale. Game Over. Freispiel ungewiss. Und dann? Der Autor bietet zahlreiche, unkonventionelle Auswege an.

Sorry, das waren die Hormone!

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Was uns im Leben wirklich steuert:
Woher wissen Eierstöcke und Hoden, dass Frühling ist, obwohl sie so gut verpackt sind? Warum bringt Anna Karenina und auch uns die Leidenschaft manchmal fast um? Warum sollte man Männer nicht schief anreden, wenn sie gerade ihre Tage haben? Es sind die Hormone. Sie sind stets für und gegen uns da, sie steuern uns immer und überall. Ihre Wirkung kann hemmungslos aufputschend und kräfteraubend bis zum Untergang sein. Und doch wäre unser Leben ohne sie stinklangweilig. Aber was genau sind sie überhaupt? Was machen sie mit uns? Macht es ihnen Spaß uns zu ärgern? Und wie können wir sie zurückärgern?

Der Schweizer Autor, Kabarettist und Arzt Ronny Tekal schreibt mit viel Liebe zum Detail über die kleinen und großen Auswirkungen der Hormone auf uns, unseren Körper und unsere Psyche. Ein Buch mit Witz und Charme – aber auch sehr informativ.

Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: orell füssli Verlag, Zürich
ISBN: 978-3-280-05498-7
Euro: ab 6,97

Internationaler Frauentag: 8. März

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Die 7 größten Irrtümer über Frauen, die denken

Um sie wurden Kriege geführt, sie wurden besungen, bedichtet, für sie stürzt man sich in den Bankrott oder in den Tod: Seit jeher beherrschen Frauen die Gedankenwelt der Männer. Doch sobald sie selbst dachten, wurden sie der Welt verwiesen. Trotz Jahrzehnten der Emanzipation ist heute kaum etwas provozierender als Frauen, die denken und dieses Denken ganz unverblümt in Einfluss, gar Macht ummünzen wollen.
Noch immer begegnet man denkenden Frauen verdammend oder idealisierend, immer aber exotisierend – oder sie gelten gleich als geschlechtslose Wesen. In ihrer scharfzüngigen kulturgeschichtlichen Tour d’ Horizon erzählt Beatrix Langner die Geschichte der Aussperrung weiblicher Geisteskraft. Sie zeigt dabei aber auch, dass sich Frauen seit Jahr und Tag mit den heute erinnerten – ausschließlich männlichen – Denkern messen konnten, und stellt die unbequeme Frage, warum sie sich immer wieder mit der Rolle als Heilige, Muse oder Hure begnügten, sodass heute wie eh und je die Meinung herrscht: Männer schaffen Werke, Frauen arbeiten an sich.

 Beatrix Langer, 236 Seiten // Suhrkamp, ISBN 978-3-518-42562-6, 22,70 EUR

Bin ich hier der Depp?

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deppÜberlastung, angehäufte Überstunden und keine Chance, sie jemals abzubauen – muss ich mir das wirklich gefallen lassen? Das fragen sich Millionen Mitarbeiter jeden Tag aufs Neue. Der Karriereberater und Bestsellerautor Martin Wehrle kennt den Wahnsinn in deutschen Firmen. Er zeigt auf, mit welchen Tricks Mitarbeiter ausgebeutet werden. Warum gibt es keinen Feierabend mehr? Warum beschleunigt Multitasking die Burnout-Quote, aber nicht die Arbeit? Warum verlangsamen Emails die Arbeit? Warum sind Frauen nur an der Spitze der Überstundenstatistik erwünscht?
Martin Wehrle weist Wege aus dem Hamsterrad.

Der erste Teil bringt die Missstände auf 250 Seiten auf den Punkt. Der zweite Teil weist auf 150 Seiten die Lösungswege, u.a. tolle Tipps zum Nein-Sagen und zur Abgrenzung. Starke 400 Seiten, eigentlich zwei Bücher in einem.

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (19. September 2016)
  • ISBN-10: 3442176123
  • Euro: 8,99

Sei einzig, nicht artig!

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Sei einzigSo sagen Sie nie mehr ja, wenn Sie nein sagen wollen

Nie war die Gefahr so groß wie heute, die eigenen Wünsche und Träume zu verraten. Bestsellerautor Martin Wehrle beschreibt im aktuellen „Buch der Woche“ auf humorvolle Weise Mittel und Wege, sich dem allgegenwärtigen Hamsterrad zu entziehen und Burnout und Depression zu verhindern.

Martin Wehrle
kartoniert, 384 Seiten, Mosaik, Sept 2015, ISBN 978-3-442-39283-4
EUR 15,50 – Bestellung

Lebenscoaching vom Bestsellerautor. Der moderne Mensch lebt für die Arbeit, für die Familie oder für den Facebook-Account, aber nicht mehr für sich selbst. Die Medien sagen uns, was wir denken sollen; die Modedesigner, wie wir uns zu kleiden haben; die Arbeitgeber, womit wir den Tag verbringen müssen. Oft sind Burnout und Depression die Folge dieser Angepasstheit. Erfolgsautor Martin Wehrle fordert uns deshalb dazu auf, nichts mehr nur für andere zu tun, sondern alles für uns selbst. Gemäß dem Motto: Sei einzig, nicht artig! (gefunden auf GPA-djp Bildungsblog)

Das Sommermärchen vom Hasen Odette

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Eine, zum Nachdenken anregende Geschichte von Vincent Herz aus dem rein pflanzlichen Kurzgeschichtenband „Das Schnitzel freut sich nicht“ . (Allergikerhinweis: Kann Spuren von Sarkasmus enthalten).

Odette ist ein toller Hase. Den halben letzten Sommer habe ich mit ihr im Garten verbracht. Ich habe sie gestreichelt, mich um sie gekümmert, mit ihr gespielt. Odette ist auch eine liebevolle Mutter. Sie umsorgt ihre kleinen Hasenbabys liebevoll und beschützt sie. Wir beherrschen sogar ein paar Tricks – z.B. stupsen wir uns regelmäßig mit unseren Nasen an. Eigentlich ist Odette nicht sonderlich zutraulich. Sie ist normalerweise ein sehr schüchterner Hase. Aber mir gegenüber hat sie sich geöffnet. Mich liebt sie, mir vertraut sie. Häufig nehme ich Odette heimlich abends mit in mein Bett und kuschle mich mit ihr in den Schlaf. Odette und ich, wir sind Freunde!

odetteAls ich an einem lauwarmen September-Nachmittag von der Schule heim komme, ist Odette nicht mehr in ihrem Stall. Sie ist auch nirgendwo auf der Wiese. Sie ist einfach weg. Ich suche verzweifelt nach ihr. Im Keller finde ich sie schließlich – kopfüber an der Wäscheleine baumelnd, darunter eine Blutlache. Daneben mein Vater mit einem blutverschmierten Messer in der Hand. Er hat meine Odette getötet – einfach so! Obwohl er genau wusste, dass sie meine Odette ist. Am Abend schiebt meine Mutter Odette in den Backofen. Sie scheint damit überhaupt kein Problem zu haben, obwohl sie genau weiß, dass sie da meine Odette isst. Ich soll mich nicht so anstellen, meint sie. Für mich ist in diesem Moment eine Welt zusammengebrochen. Ich habe mich geweigert, Odette zu essen – ganz im Gegensatz zu meiner Familie. Die haben am Tisch sogar noch Scherze darüber gemacht. Das hat Odette nicht verdient. Das hat sie einfach nicht verdient.

Spät abends, als meine Eltern schon im Bett sind, schleiche ich mich in die Küche. Ich sammle alle Knochen aus dem Mülleimer zusammen und packe sie in eine kleine Holzdose. Damit gehe ich in den Garten. Dort begrabe ich meine Odette unter dem Baum, bei dem wir immer gespielt haben. Schaufel für Schaufel hebe ich die Erde aus dem Boden. Ich muss dabei weinen. Ich vermisse Odette. Als ich nach dem Essen zu ihren Babys schaute, waren diese ganz verstört. Ihre Mutter ist schließlich weg und sie wird auch nie mehr zurückkommen.

Aus zwei Ästen baue ich ein Kreuz für Odettes letzte Ruhestätte. Ich halte, allein im Dunkeln, eine Trauerrede. Und ich lege eine Gedenkminute für meine Odette ein. Eine Gedenkminute, das ist das mindeste, was dieses wundervolle Wesen verdient hat.

Wie viele Tiere werden heute noch gestorben sein? Dieser Gedanke kommt mir unwillkürlich während der Gedenkminute. Auch diese hätten bestimmt eine Gedenkminute verdient. Es waren sicher allesamt ganz wundervolle Wesen, auch wenn ich sie nicht kennen lernen durfte.
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Etwas mehr Hirn, bitte

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Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. habil. Gerald Hüther ist Professor für Neurobiologe an der Universität Göttingen. Wissenschaftlich befasst er sich mit dem Einfluss früher Erfahrungen auf die Hirnentwicklung, mit den Auswirkungen von Angst und Stress und der Bedeutung emotionaler Reaktionen. Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und populärwissenschaftlicher Darstellungen.

buch

 

 

In seinem neuen Buch „Etwas mehr Hirn, bitte“ zeigt er, wie wir (wieder) eine Kultur des Miteinanders, des Respekts und der Vielfalt entwickeln können.

 

Es ist eine Einladung zur Wiederentdeckung der Freude am eigenen Denken und der Lust am gemeinsamen Gestalten. Neugierig geworden … dann gleich hier bestellen!

Dschungel Krankenhaus

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Für die Ärzte Routine, für den Patienten eine Ausnahmesituation: ein Spitalsaufenthalt.
Die Zeit der Götter in Weiß ist vorbei. Die Behandlung erfolgt in Idealfall patientenorientiert und nicht mehr, weil der Doktor es wie einst in der Schwarzwaldklinik ohne weitere Erklärung anordnet.

– Aber wie kann ein medizinischer Laie beurteilen, welche Therapie für ihn die geeignetste ist?
Wie findet man überhaupt den richtigen Arzt?
Wie kommt man zu seriösen Informationen über Krankheiten und mögliche Behandlungen?
Ist das teuerste Medikament auch das beste?
Helfen Selbsthilfegruppen?
Was tun, wenn etwas schiefgegangen ist?

konsument

 

Das sind nur einige Fragen, die sich kompetente Patienten und alle, die es wissen wollen, stellen. Die Antworten darauf bietet dieses Buch auf der Basis von Gesprächen mit Ärztinnen und Ärzten, Patientenvertretern, Selbsthilfegruppen, Soziologen und Juristen. Verein für Konsumenteninformation, Flexcover,  132 Seiten,  € 14,90

Steueroasen sind Krebsgeschwüre

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Tolle Gedanken von Johann Neuner (Steuerberater in Klagenfurt):

Der französische Ökonom Gabriel Zucman hat in seinem Buch „Steueroasen – Wo der Wohlstand der Nationen versteckt wird“, anhand von Zahlen nachgewiesen, dass entgegen den Beteuerungen der OECD und der EU die Steueroasen besser florieren als je zuvor. Für Steuerhinterzieher und Konzerne ist die Gründung von Sitzgesellschaften in Offshore-Zentren das Einmal­eins der Profitmaximierung. Über das Ausmaß des Wohlstandverlustes durch die Existenz von Steueroasen wurde bisher nur spekuliert.

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Dass die Steuerhinterziehung und Steuervermeidung dafür verantwortlich sind, dass in vielen Ländern Südeuropas die Verschuldung so hoch ist, wird von den handelnden Personen in der EU offensichtlich in Kauf genommen. Vielleicht auch deshalb, weil sie selbst vom Steueroasenkarussell profitieren, was die jüngsten politischen Skandale ans Tageslicht gebracht haben. Um welche korrupten Geschäfte es sich immer gehandelt hat – die Abwicklung erfolgte über Steueroasen.

Wenn man sich einmal im Klaren ist, dass sich die Steueroasen für ihren Diebstahl einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, indem sie als Beitragstäter zur Steuerhinter­ziehung auftreten und somit für die anderen Länder Kosten verursachen, kann man das Ergebnis auf den Punkt bringen: Steueroasen sind das Krebsgeschwür des Finanzwesens und gefährden gleichzeitig unser demokratisches Gesellschafts­system. Sie führen dazu, dass die Ungleichverteilung immer mehr zunimmt und sich einige wenige zu Lasten der Allgemeinheit bereichern.

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