Archiv der Kategorie: Buchempfehlung

„Umgang mit Ärzten“

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Elisabeth Tschachler „Umgang mit Ärzten“        arzt
Den richtigen Arzt finden; Diagnose, Therapie, Infos im Web; Arztgespräch, Krankenhaus, Patientenrechte;
Hrsg. Verein für Konsumenteninformation;
Paperback, 132 Seiten;

Das Verhältnis von Arzt und Patient hat sich im Laufe der Jahre grundlegend gewandelt. Bis in die 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts diktierten die „Götter in Weiß“ dem Patienten, was er für seine Gesundheit zu tun hatte. In der darauf folgenden Zeit mussten Ärzte dann zumindest die Einwilligung ihrer Patienten für die Behandlung einholen – zu ihrer eigenen rechtlichen Absicherung. Und wenig später forderten die Patienten ihrerseits Rechte ein. Der „mündige“ Patient trat in den Ordinationsraum und wollte Mitsprache, wenn es um seine Gesundheit ging.

Der kompetente Patient

In den letzten Jahren bemühten sich Selbsthilfeorganisationen und Patientenanwaltschaften darum, ein Partnerschaftsmodell zwischen Arzt und Patient zu etablieren, in dem beide gemeinsam eine Entscheidung über Diagnose und Behandlung treffen.
Das gegenwärtige Leitbild ist der „kompetente“ Patient, der medizinische Leistungen bewusst auswählt und (Mit-)Verantwortung für seine Gesundheit trägt. So steht es zumindest in den Papieren jener internationalen Organisationen, die Menschen gesünder machen wollen.

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Handelt jetzt!

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Schnelles richtiges Handeln ist dringend erforderlich. Aber die Mehrheitsmeinung in Politik, Wissenschaft und Medien ist so verfestigt, so borniert, dass die dringliche Aufforderung der Ökonomen Paul Davidson, James K. Galbraith, Richard Koo, Jayati Ghosh und Heiner Flassbeck, uns vor den Gefahren einer neuen gefährlichen Weltwirtschaftskrise zu bewahren, vermutlich auch wieder am Beton der herrschenden Meinung abprallen wird.

handelt jetzt

Die gemeinsame, klare Botschaft und Forderung aller fünf Autoren lautet:

■ Die Weltwirtschaft befindet sich in der schwierigsten Lage seit den dreißiger Jahren.
■ Die Finanzkrise wie die sich nun anbahnende Krise in der Realwirtschaft sind keine Naturereignisse. Sie sind von Menschen gemacht. Sie sind die mittelbare und unmittelbare Folge von ökonomischen Irrlehren, die in den letzten 30 Jahren wieder belebt wurden, während die wichtigen Lehren aus der großen Depression vergessen und verdrängt wurden. Unverstanden ist vor allem, wie Paul Davidson im Buch zeigt, welche Bedeutung objektive Unsicherheit hat und wie groß infolgedessen die Rolle des Staates sein muss.
■ Die Politik muss die Macht der Finanzmärkte drastisch einschränken.
■ Die Arbeitsmärkte der westlichen Welt müssen nicht weiter flexibilisiert, sondern auf stabile Erträge für die Menschen ausgerichtet werden.
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Gesund, sozial und nachhaltig managen

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musger neuHandbuch für verantwortungsvolle Führungskräfte
Gerald Musger (Hrsg.)
198 Seiten, ÖGB-Verlag, 2013, ISBN 978-3-7035-1607-8, EUR 24,90

Eine gute Führungskraft werden? Das ist erlernbar, wenn die grundlegende Ausbildung gegeben ist, wenn die betrieblichen Rahmenbedingungen passen und wenn die eigene Einstellung stimmt. Wohlgemeinte Anleitungen und Ratschläge gibt es zuhauf. Viele Unternehmen schreiben sich ihre “Corporate Social Responsibility” auf die Fahnen und in interne Regeln. Aber was steckt hinter der glänzenden Fassade?

Dieses Handbuch richtet einen neuen und speziellen Blickwinkel auf das Thema. Fach- und Führungskräfte aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen sprechen aus eigener Erfahrung und geben ihre Empfehlungen zu praktischen Fragen: Wie leite ich ein Mitarbeitergespräch, damit es gelingt? Was kann ich als Führungskraft für echte Gleichberechtigung tun? Wie kann die Burnout-Gefahr gestoppt werden? Wie nehme ich meine Verantwortung wahr, Mobbing zu verhindern bzw. abzustellen? Wie lassen sich unvermeidliche Konflikte produktiv managen? Wie lassen sich die Daten und die Privatsphäre der Mitarbeiterinnen gleichermaßen schützen?

„Wir lassen sie verhungern“

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zieglerWir lassen sie verhungern – Die Massenvernichtung in der Dritten Welt ( C. Bertelsmann Verlag, 319 Seiten, € 19,99 bei Amazon) Autor: Jean Ziegler, geboren 1934 im schweizerischen Thun, lehrte bis zu seiner 2002 erfolgten Emeritierung Soziologie an der Universität Genf und als ständiger Gastprofessor an der Sorbonne/Paris, er war von 2000 bis 2008 UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Mitglied im Beratenden Ausschuss des Menschenrechtsrats und im Beirat von „Business Crime Control“.

Die zehn größten Lebensmittelkonzerne kontrollieren 85% aller gehandelten Grundnahrungsmittel. Sie entscheiden jeden Tag wer ißt, wer hungert und wer stirbt. Sie sind auf Profitmaximierung aus. 
Der jährliche Hungertod von mehreren zehn Millionen Menschen ist der Skandal unseres Jahrhunderts. Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren. Und das auf einem Planeten, der grenzenlosen Überfluss produziert.

Zitat von Gandhi: „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse aber nicht für jedermanns Gier.“

An die Empörten dieser Erde

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buch An die Empörten dieser Erde! Vom Protest zum Handeln (Aufbau Verlag, Taschenbuch, 126 Seiten, Preis: EUR 10,30) Autor: Stéphane Hessel

Stéphane Hessel wurde 1917 in Berlin geboren, seit 1937 ist er französischer Staatsbürger. Ab Oktober 1945 war er Vertreter Frankreichs bei den Vereinten Nationen in New York. 1948 Mitunterzeichner der Charta der Menschenrechte. Im Auftrag der UNO und dem französischen Außenministerium war er zudem als Diplomat unterwegs.

Seine Streitschrift “Empört euch!” (Originaltitel: “Indignez-vous!”) wurde ein Welterfolg, seine nachfolgenden Werke “Engagiert euch!” und “Wege der Hoffnung” befassten sich ebenso mit dem Thema der Empörung.

  “Die Krise ist ernst, und wir werden nur aus ihr herauskommen, wenn wir etwas Neues hineinbringen und stärken, das ich das “Mitgefühl” nenne. Menschliche Eigenschaften wie Anteilnahme, Mitleid, Einfühlungsvermögen, Verständnis – kurzum: die solidarischen Kräfte der Menschheit – sind es, dir wir jetzt brauchen.”

Touch me, oder: der unberührte Mensch

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Das Buch „Der unberührte Mensch – Warum wir mehr Körperkontakt brauchen“ (Verlag Edition-a, 192 Seiten, € 19,95) – Autor Cem Ekmekcioglu ist Facharzt für Physiologie und arbeitet am Institut für Physiologie der MedUni Wien.

Mensch

Das Wort „Touch“ bringen wir eher mit iPhones und iPads in Verbindung, wenn wir über die Flüssigkristalle streiche(l)n. Im Bett werden Emails gecheckt, Bussis, Umarmungen und Grußformeln verschickt – und indes wird vergessen, diese tatsächlich zu verteilen.

Ohne Berührung würden wir nicht existieren, erst durch sie lernen wir, uns selbst wahrzunehmen. Kinder entwickeln erst durch Berührung der Haut eine Vorstellung vom „Ich“, legen ihr Körperschema fest. Berührungen lassen Halt im Leben finden, Depression, Einsamkeit, soziale Ängste – all das könne mit Berührungsarmut zusammenhängen. 

(„Die Presse“, Print-Ausgabe, 12.08.2012)

 

Digitale Demenz: Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen

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Digitale Demenz: Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen (Verlag Droemer, € 19,99 bei Amazon)

spitzer neuDigitale Medien nehmen uns geistige Arbeit ab. Was wir früher einfach mit dem Kopf gemacht haben, wird heute von Computern, Smartphones, Organizern und Navis erledigt. Das birgt immense Gefahren, so der renommierte Gehirnforscher Manfred Spitzer. Digitale Medien machen süchtig. Sie schaden langfristig dem Körper und vor allem dem Geist. Wenn wir unsere Hirnarbeit auslagern, lässt das Gedächtnis nach. Nervenzellen sterben ab, und nachwachsende Zellen überleben nicht, weil sie nicht gebraucht werden.

Bei Kindern und Jugendlichen wird durch Bildschirmmedien die Lernfähigkeit drastisch vermindert. Die Folgen sind Lese- und Aufmerksamkeitsstörungen, Ängste und Abstumpfung, Schlafstörungen und Depressionen, Übergewicht, Gewaltbereitschaft und sozialer Abstieg.
Spitzer zeigt die besorgniserregende Entwicklung und plädiert vor allem bei Kindern für Konsumbeschränkung, um der digitalen Demenz entgegenzuwirken.

Hauptsache GESUND

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Die unheilbaren Krankheiten des österreichischen Gesundheitswesens (Verlag Goldegg, € 21,40)

kdolskyGesundheit – ist unser höchstes Gut in Gefahr?
Vor nichts fürchten sich die Menschen mehr als ernsthaft zu erkranken und in die Mühlen des Gesundheitswesens zu geraten.

Andrea Kdolsky weiß aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Oberärztin, Krankenhausmanagerin und Bundesministerin für Gesundheit genau, was im österreichischen Gesundheitswesen schief läuft.
Anhand spektakulärer Einblicke in die Tiefen unseres Systems zeigt sie in ihrem Buch auf, wo die Knackpunkte für eine sichere Versorgung liegen und was jeder Einzelne für sich tun kann.
Die erfahrene Medizinerin rückt den Mensch wieder ins Zentrum des Interesses. Sie fordert Eigenverantwortung, nimmt die Politik in die Pflicht und erzählt auf spannende Weise, was für die optimale Gesundheitsversorgung wirklich wichtig ist.

Neue Standards in der ärztlichen Begutachtung

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„Das Gutachten in der gesetzlichen Unfallversicherung“ (Herausgeber Titze/Oder, Verlag Manz, € 54.-)  

 titzeDer Entstehung dieses Buches geht eine lange Meinungsbildung voraus. Bereits der frühere ärztliche Direktor Prof. Dr. Hartmut Pelinka hat vor etwa zehn Jahren die Notwendigkeit erkannt, dass das seit fast 20 Jahren (letzte 4. Auflage 1992 erschienen) vergriffene Buch „Die Unfallrente“ von Krösl/Zrubecky neu aufgelegt werden müsse, um moderne Standards in der Begutachtung für die gesetzliche Unfallversicherung in Österreich festzulegen.

Dieses Buch legt moderne Standards in der Begutachtung für die gesetzliche Unfallversicherung in Österreich fest. Es stellt so medizinischen Sachverständigen ein Gerüst von MdE-Werten zur Verfügung, das als Unterstützung und zur Orientierung für die verantwortungsvolle Aufgabe der Gutachtenserstellung dienen kann.

Diagnose Leben

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… Eine Psychologin auf beiden Seiten der Couch (Edition Keiper, 18,70 Euro).koller

Die Psychologin Doris Koller erkrankt 2010 an Blutkrebs und findet sich plötzlich „auf beiden Seiten der Couch“. Sie verfasst dieses Buch, um anderen Betroffenen, Angehörigen und Interessierten Einblick in ihre persönlichen Erfahrungen und den Umgang mit einer schweren Erkrankung zu geben.
Koller beschreibt alle Etappen ihres Weges von der Diagnose „Krebs“ über ihre Erfahrungen mit alternativen Heilmethoden und schulmedizinischen Thrapien, von Leiden und Verzweiflung, von Angst und Schmerzen, von Träumen, Mut und Hoffnung bis hin zur Diagnose „Leben“.